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Gefährdungsbeurteilung psychische Belastung – Muster

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Von einer Fachkraft für Arbeitssicherheit geprüftes Muster für psychische Belastung: Gefährdungen, Betriebsanweisung, Unterweisung und kostenlose PDFs.

Weitere Informationen zur Gefährdungsbeurteilung psychische Belastung

Gefährdungen und Maßnahmen

Die Tabelle lässt sich seitlich verschieben.

Gefährdung Technische Maßnahmen Organisatorische Maßnahmen Persönliche Maßnahmen Restrisiko
Zeitdruck und hohe Arbeitsmenge führen zu Stress und Überlastung. Digitale Planungstools zur Aufgabenverteilung, automatisierte Prozesse zur Entlastung. Realistische Zeitplanung, klare Prioritäten, regelmäßige Teambesprechungen, Vertretungsregelungen. Schulung zu Stressbewältigung und Zeitmanagement, Angebot von Beratungsgesprächen. mittel
Unklare Aufgaben und fehlende Informationen erzeugen Unsicherheit und Fehler. Zentrale Informationsplattform, digitale Arbeitsanweisungen. Klare Aufgabenbeschreibungen, regelmäßige Rücksprache mit Vorgesetzten, Einarbeitungspläne. Schulung zu Kommunikation und Rückfragetechniken. gering
Konflikte im Team oder mit Kunden belasten und stören den Arbeitsablauf. Keine spezifischen technischen Maßnahmen. Konfliktgespräche durch Vorgesetzte, klare Kommunikationsregeln, Deeskalationstraining. Schulung zu Kommunikation und Konfliktlösung, Angebot von Mediation. mittel
Fehlende Pausen und Erholungszeiten führen zu Erschöpfung und Leistungsabfall. Pausenräume mit Rückzugsmöglichkeit. Pausenregelung durchsetzen, Vorbildfunktion der Führungskräfte, Arbeitszeiterfassung. Sensibilisierung für Pausenbedarf, Angebot von Entspannungstechniken. gering
Ständige Erreichbarkeit und Überstunden verhindern Erholung. Abschaltbare Diensthandys, E-Mail-Weiterleitungen außerhalb der Arbeitszeit. Klare Regelung zu Erreichbarkeit, Überstundenabbau, Vertretungsregelungen. Schulung zu Work-Life-Balance, Angebot von Beratung. mittel

Unterweisung

Worum geht es?

Psychische Belastungen entstehen durch Arbeitsbedingungen, die auf Körper und Psyche wirken. Dazu gehören Zeitdruck, hohe Verantwortung, Konflikte, Lärm oder ständige Erreichbarkeit. Nicht jede Belastung ist schädlich – wird sie aber zu stark oder dauerhaft, kann sie zu Stress, Erschöpfung oder Krankheit führen. Diese Unterweisung zeigt, wie psychische Belastungen erkannt und bewältigt werden.

Welche Gefahren bestehen?

Dauerhafter Stress kann zu Konzentrationsproblemen, Fehlern, Unfällen und Krankheiten führen. Typische Folgen sind Erschöpfung, Schlafstörungen, Gereiztheit, Rückenschmerzen oder Herz-Kreislauf-Probleme. Im Betrieb steigt das Unfallrisiko, wenn Mitarbeiter übermüdet oder abgelenkt sind. Konflikte im Team oder mit Kunden belasten zusätzlich. Unklare Aufgaben, fehlende Pausen oder ständige Unterbrechungen verstärken die Belastung.

Vor Arbeitsbeginn beachten

Verschaffe dir einen Überblick über anstehende Aufgaben und Prioritäten. Kläre unklare Arbeitsaufträge mit dem Vorgesetzten. Plane ausreichend Zeit für Aufgaben ein – Zeitdruck vermeiden. Stelle sicher, dass Arbeitsmittel und Informationen verfügbar sind. Achte auf ausreichend Schlaf und eine gesunde Mahlzeit vor Arbeitsbeginn. Sprich Überlastung oder Probleme frühzeitig an.

Während der Arbeit beachten

Mache regelmäßig kurze Pausen – auch bei hohem Arbeitsaufkommen. Wechsle zwischen verschiedenen Tätigkeiten, um einseitige Belastung zu vermeiden. Konzentriere dich auf eine Aufgabe, vermeide Multitasking. Kommuniziere klar und respektvoll mit Kollegen und Kunden. Nutze Hilfsmittel und Unterstützung, wenn Aufgaben zu umfangreich werden. Achte auf Warnsignale wie Kopfschmerzen, Verspannungen oder Gereiztheit. Sprich Konflikte oder Überforderung offen an.

Nach der Arbeit beachten

Schaffe einen klaren Übergang zwischen Arbeit und Freizeit. Vermeide ständige Erreichbarkeit außerhalb der Arbeitszeit. Nutze Freizeit für Erholung, Bewegung und soziale Kontakte. Reflektiere belastende Situationen und suche bei Bedarf das Gespräch mit Vorgesetzten oder Vertrauenspersonen. Achte auf ausreichend Schlaf und gesunde Ernährung. Bei anhaltenden Beschwerden ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Betriebsanweisung

Anwendungsbereich

Diese Betriebsanweisung regelt den Umgang mit psychischen Belastungen am Arbeitsplatz und dient dem Schutz der Gesundheit aller Mitarbeiter.

Gefahren

Schutzmaßnahmen

Verhalten im Notfall

Bei akuter Überlastung, Panikattacken oder gesundheitlichen Beschwerden sofort den Vorgesetzten informieren und die Arbeit unterbrechen. Bei anhaltenden psychischen Problemen ärztliche oder psychologische Hilfe in Anspruch nehmen. Betriebliche Ansprechpartner oder externe Beratungsstellen nutzen.

Erste Hilfe

Bei akuten Stresssymptomen ruhigen Ort aufsuchen, tief durchatmen, Wasser trinken. Kollegen informieren und Unterstützung holen. Bei anhaltenden Beschwerden ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Notfallnummern und betriebliche Ansprechpartner kennen.

Entsorgung

Dokumentation belastender Situationen für Gefährdungsbeurteilung. Regelmäßige Überprüfung der Arbeitsorganisation und Anpassung bei Bedarf. Feedback von Mitarbeitern einholen und Verbesserungsmaßnahmen umsetzen.

Stand: 25.10.2026