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Gefährdungsbeurteilung Brandschutz im Betrieb – Muster

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Von einer Fachkraft für Arbeitssicherheit geprüftes Muster für den Brandschutz: Gefährdungen, Betriebsanweisung, Unterweisung und kostenlose PDFs.

Weitere Informationen zur Gefährdungsbeurteilung Brandschutz im Betrieb

Gefährdungen und Maßnahmen

Die Tabelle lässt sich seitlich verschieben.

Gefährdung Technische Maßnahmen Organisatorische Maßnahmen Persönliche Maßnahmen Restrisiko
Verbrennungen durch Flammen, heiße Oberflächen und Strahlungshitze bei Bränden. Automatische Brandmeldeanlagen, Rauchmelder, Sprinkleranlagen in kritischen Bereichen, feuerhemmende Bauteile. Jährliche Brandschutzunterweisung, Räumungsübungen, Brandschutzordnung Teil A/B/C, Freigabeverfahren für Heißarbeiten, regelmäßige Begehungen. Bei Löscharbeiten: Hitzebeständige Kleidung, bei Evakuierung: Flucht vor Rauch, notfalls feuchtes Tuch vor Mund/Nase. mittel
Rauchvergiftung durch giftige Brandgase (Kohlenmonoxid, Blausäure, Chlorwasserstoff bei Kunststoffbränden). Rauch- und Wärmeabzugsanlagen, Lüftungssysteme, Brandabschnitte zur Rauchbegrenzung. Sofortige Alarmierung bei Rauchentwicklung, klare Evakuierungsanweisung, Sammelplatz außerhalb der Gefahrenzone. Gebäude sofort verlassen bei Rauch, nicht in verrauchte Bereiche zurückkehren, auf Atemschutz bei Löscharbeiten achten (Feuerwehr). hoch
Stolper-, Sturz- und Quetschgefahr bei panischer Flucht, Einsturzgefahr durch Brandschäden an Bauteilen. Fluchtwege mit Sicherheitsbeleuchtung, Panikschlösser an Notausgängen, ausreichend breite Fluchtwege. Fluchtwege freihalten (Kontrolle), Evakuierungsübungen, Sammelplatz festlegen, Personenzählung nach Evakuierung. Ruhe bewahren, nicht rennen, anderen helfen, Aufzüge nicht benutzen, Türen hinter sich schließen. mittel
Brandursache durch defekte Elektrogeräte, Kurzschlüsse, Überlastung, Stromschlag bei Löschversuchen an elektrischen Anlagen. Regelmäßige Prüfung elektrischer Anlagen (DGUV V3), FI-Schutzschalter, Überlastschutz, NOT-AUS-Einrichtungen. Elektroarbeiten nur durch Elektrofachkräfte, Geräte nach Gebrauch ausschalten, Prüffristen einhalten. Bei Elektrobränden nur CO2- oder Pulverlöscher verwenden, nie Wasser, Anlage vorher freischalten wenn möglich. mittel
Panik, Orientierungslosigkeit und Schockzustände bei Brandereignissen, Überforderung bei Evakuierung. Akustische und optische Alarmierung, Fluchtwegkennzeichnung auch bei Stromausfall (langnachleuchtend). Regelmäßige Räumungsübungen, Benennung von Evakuierungshelfern, klare Anweisungen in Brandschutzordnung. Ruhe bewahren, Anweisungen folgen, anderen Orientierung geben, nach Evakuierung psychische Betreuung anbieten. mittel

Unterweisung

Worum geht es?

Brände können in jedem Betrieb entstehen – durch elektrische Defekte, heiße Arbeiten, brennbare Materialien oder menschliches Fehlverhalten. Vorbeugender Brandschutz rettet Leben und schützt Sachwerte. Diese Unterweisung vermittelt, wie Brände verhindert werden, wie man sich im Ernstfall richtig verhält und wie Feuerlöscheinrichtungen eingesetzt werden. Jeder Mitarbeiter muss Fluchtwege kennen, Feuerlöscher bedienen können und wissen, wann die Feuerwehr zu alarmieren ist.

Welche Gefahren bestehen?

Hauptgefahren sind Rauchvergiftung (häufigste Todesursache), Verbrennungen durch Flammen und Hitze, Panik bei Evakuierung sowie Einsturzgefahr durch Brandschäden. Brände breiten sich schnell aus – bereits nach wenigen Minuten kann ein Raum vollständig verraucht sein. Brennbare Flüssigkeiten, Gase, Stäube und elektrische Anlagen erhöhen das Risiko. Versperrte Fluchtwege, defekte Feuerlöscher oder fehlende Kenntnisse verschlimmern die Lage. Auch Folgeschäden durch Löschwasser und Produktionsausfall sind erheblich.

Vor Arbeitsbeginn beachten

Mache dich mit den Fluchtwegen und Sammelplätzen vertraut. Prüfe, dass Notausgänge frei und nicht verschlossen sind. Kontrolliere, dass Feuerlöscher an ihrem Platz hängen und das Prüfsiegel gültig ist. Halte Arbeitsbereiche ordentlich – entferne brennbare Materialien aus der Nähe von Zündquellen. Lagere brennbare Flüssigkeiten nur in zugelassenen Behältern und Mengen. Stelle sicher, dass Rauchmelder und Brandmeldeanlagen funktionieren. Bei Heißarbeiten (Schweißen, Flexen, Löten) hole eine Freigabe ein und stelle Feuerlöscher bereit.

Während der Arbeit beachten

Vermeide offenes Feuer und Funkenflug in der Nähe brennbarer Stoffe. Schalte elektrische Geräte nach Gebrauch aus – lass nichts unnötig im Standby. Rauche nur in ausgewiesenen Raucherbereichen, entsorge Zigaretten sicher. Halte Fluchtwege, Feuerlöscher und Notausgänge jederzeit frei – keine Lagerung, keine Versteller. Achte auf ungewöhnliche Gerüche, Rauch oder Hitzeentwicklung und reagiere sofort. Bei Heißarbeiten führe eine Brandwache durch – auch nach Arbeitsende noch 1 Stunde nachkontrollieren. Melde defekte elektrische Anlagen sofort.

Nach der Arbeit beachten

Schalte alle nicht benötigten elektrischen Geräte und Maschinen aus. Entsorge Putzlappen mit Öl oder Lösemitteln in verschließbaren Metallbehältern – Selbstentzündungsgefahr. Verschließe brennbare Flüssigkeiten und bringe sie ins Lager zurück. Kontrolliere nach Heißarbeiten den Arbeitsbereich auf Glutnester oder Schwelbrände. Räume brennbare Abfälle auf und entsorge sie ordnungsgemäß. Schließe Fenster und Türen, um Brandausbreitung zu verlangsamen. Melde Mängel an Brandschutzeinrichtungen sofort der Betriebsleitung.

Betriebsanweisung

Anwendungsbereich

Diese Betriebsanweisung regelt das Verhalten zur Brandverhütung und im Brandfall für alle Mitarbeiter in allen Betriebsbereichen.

Gefahren

Schutzmaßnahmen

Verhalten im Notfall

Bei Brandausbruch: Ruhe bewahren, Feuerwehr alarmieren (112), gefährdete Personen warnen, Gebäude über gekennzeichnete Fluchtwege verlassen, Türen schließen, Aufzüge nicht benutzen, zum Sammelplatz gehen. Nur Entstehungsbrände selbst löschen, wenn keine Eigengefährdung besteht. Bei Rauch: gebückt oder kriechend bewegen, feuchtes Tuch vor Mund und Nase. Nie in verrauchte Bereiche zurückkehren. Nach Evakuierung: Vollzähligkeit prüfen, Feuerwehr einweisen, Anweisungen der Einsatzkräfte befolgen.

Erste Hilfe

Bei Verbrennungen: Betroffene Stelle sofort mit Wasser kühlen (10–15 Minuten, handwarm), keine Eisanwendung, keine Hausmittel auftragen, sterile Wundauflage, Notruf 112. Bei Rauchvergiftung: Person an frische Luft bringen, Atemwege freihalten, bei Bewusstlosigkeit stabile Seitenlage, Notruf 112, Wiederbelebung bei Atemstillstand. Bei Schock: Person hinlegen, Beine hochlagern, zudecken, beruhigen, nicht allein lassen.

Entsorgung

Brandlasten minimieren: Brennbare Materialien nur in benötigten Mengen am Arbeitsplatz, Rest ins Lager. Abfälle täglich entsorgen, nicht ansammeln lassen. Ölgetränkte Lappen und brennbare Abfälle in verschließbaren Metallbehältern sammeln und regelmäßig entsorgen. Brennbare Flüssigkeiten in Sicherheitsschränken oder zugelassenen Lagerräumen aufbewahren. Nach Feierabend: Arbeitsplatz aufräumen, Elektrogeräte ausschalten, brennbare Stoffe sicher verwahren.

Stand: 25.10.2026